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Die Sinnwirtschaft



Kommen Sie mit nach morgen?
Die Marktwirtschaft hat als einziges ökonomisch praktikables Basismodell bald ausgedient. Die kommende Sinnwirtschaft ist schon jetzt im parallelen Entstehen. Denn wenn es im 20. Jahrhundert vor allem um Quantität ging (mehr-mehr-mehr, billiger-billiger-billiger), tritt jetzt der Sinn zunehmend in den Vordergrund:

"WARUM sollte ich dieses Produkt kaufen?" "WARUM soll ich weiter diesen Job machen?" und viele Fragen mehr stellen sich die Menschen heutzutage. Alle Wirtschaftsteilnehmer der Zukunft sollten sich auf diesen Wertewandel vorbereiten, um nicht morgen schon von gestern zu sein. Jetzt geht es ums Ganze!

Die neue Sinnsuche in der Wirtschaft
Wie finden Großunternehmen in der individualisierten Wirtschaft der Zukunft zu neuer Echtheit und Relevanz?

Damals, in der linear wachsenden Nachkriegs-Wirtschaft, war nur eines wichtig: Anpassung. "Mach was Vernünftiges!" war das Mantra unserer Eltern. Was sie damit meinten war: "Mach was Normales, das Geld bringt!". Denn das vorrangige Belief dieser Jahrzehnte war: ARBEIT = GELD = GLÜCK. Und in der linear wachsenden Nachkriegswirtschaft, damals auch gern "Wirtschaftwunder" genannt, war dies auch ein vernünftiges Konzept, auf dessen Funktionieren man sich verlassen konnte. Es wurde deshalb in den nachfolgenden Jahrzehnten, wo sich alles Andere grundlegend wandelte, nicht hinterfragt. Es hat sich nicht mitentwickelt. Deshalb passierte Folgendes:

Man verwechselte Konsum mit Selbstverwirklichung, kaufbare Wünsche mit echten Lebensträumen, "Verbraucher" mit lebendigen, atmenden, hoffenden, liebenden, leidenden, nach Sinn suchenden Mit-Menschen. Für die Großunternehmen war das ein ElDorado - exakt planbare, nicht aufmuckende Konsumenten, denen man quasi alles vorsetzen konnte, was nur irgendwie Profit versprach. Aber diese Zeiten sind vorbei. Definitiv.

Die neue Realität
Willkommen in der Zukunft: Durch die neuen Medien kommunizieren die Menschen nicht nur mit einander mehr, sondern auch mit Unternehmen sowie ÜBER Unternehmen (und das meistens negativ) - in Social Networks, Foren, auf ihrer eigenen Homepage und Produktvergleichseiten, per Chats, Twitter und SMS.

Location-based Services und RFID verändern momentan radikal die Warenströme, China ist auf dem Vormarsch, Rohstoff-, Energie-, Personal- und Werbekosten steigen, aber die früher so verlässlichen Absatzkanäle werden zunehmend unberechenbar durch die Emanzipation des Individuums, globale Konkurrenz und sich rasant wandelnde Trends und Stimmungen.

Die früher so überschaubare Marktwirtschaft zersplittert in Zeiten, wo jeder Einzelne ein Markt ist (siehe eBay, 1&1-Minishops, amazon-Händler), wo blitzschnell große Nischenmärkte entstehen und wieder verschwinden (siehe WM-Flaggen), wo der härteste Konkurrent auf der anderen Seite der Welt, aber auch nur einen Mausklick entfernt ist. Handys sind Märkte. Fernsehabende sind Märkte. Jeder Spaziergang wird durch Location-based Services zur Marktteilnahme. Alles ist Markt. Der Begriff Marktwirtschaft könnte bald ausgedient haben, weil er nichtssagend wurde.

Die kommende Sinnwirtschaft
"Anders sein" wird schon sehr bald kein Makel mehr sein wie in der Nachkriegszeit, sondern Grundvoraussetzung, um seinen individuellen Platz im großen Ganzen überhaupt einnehmen zu können. Wie kann der einzelne Mensch das schaffen? Viele tun das schon. Wandel entwickelt sich immer von den Rändern der Gesellschaft zur Mitte hin. Je normaler es wird, anders zu sein, desto attraktiver wird diese Lebens-Individualisierung auch für die, die bisher eher Mitläufer waren.

Utopie? Das war Mobilfunk vor 25 Jahren auch noch. Und denken Sie nur mal daran, in wie wenigen Jahren Facebook mehr "Einwohner" bekam als die Vereinigten Staaten! Der Verbraucher von gestern ist der Marktteilnehmer von morgen. Er will ernst genommen, unterstützt und integriert werden. Er nimmt Wirtschaft persönlich. Jeden Tag. Bei jeder Kaufentscheidung.

Alle hierarchisch organisierten Großunternehmen werden sich über die Implikationen dieses Geistes- und Wertewandels, dieser zunehmenden Individualisierung Gedanken machen müssen, denn sie stellen die Grundpfeiler der bisherigen Wirtschaft in Frage: Uniformität, Planbarkeit, Skalierung.

Wie kann ein Unternehmen diese Entwicklung von der Marktwirtschaft zur Sinnwirtschaft frühzeitig in die Planung miteinbeziehen? Wie kann es dieses Wissen implementieren und "leben"? Wie kann aus dieser Bedrohung für die Grundpfeiler der alten Strukturen eine Chance zur Weiterentwicklung und zum Wettbewerbsvorteil werden? Diese und mehr Fragen beantwortet Ihnen der spannende Fachvortrag vom Erfinder des Begriffs SINNWIRTSCHAFT®, Marc Flint.

Schöne Extra-Seite zum Thema:
www.SINNWIRTSCHAFT.de


"Lieber Herr Flint, mit "Sinnwirtschaft" haben Sie die Herausforderung für die Unternehmen in der heutigen Zeit auf den Punkt gebracht. Der nächste Wirtschaftsnobelpreis geht hoffentlich an denjenigen, der einen Ausweg aus der Sackgasse des ewigen, übersteigerten Wirtschaftwachstums weist. Nur Krebsgeschwüre zeigen dieses Verhalten, jeder andere Organismus hört irgendwann auf zu wachsen. Viel Erfolg auf Ihrem Weg!"
Heiko Leuschner

"Ich bin beim Begriff "Sinnwirtschaft" vollkommen bei Ihnen. Alles in allem fand ich Ihren philosophischen Ansatz sehr spannend. Viele Grüße"
Timo Horstkemper


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